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Brasilien sagt Plastiktüten den Kampf an

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geschrieben von goiabada am 25.09.2007, 21:15 Uhr

Medienkampagnen und Gesetzentwürfe für mehr Umweltschutz

Rio de Janeiro, 25. September (AFP) - In <em>Brasilien</em> [1] mehren sich die
Initiativen, den Gebrauch von Plastiktüten einzuschränken. Der einflussreiche
Fernsehsender TV Globo berichtete am Montagabend (Ortszeit), dass in dem Land
jeden Tag mehr als 300 Millionen Plastiktüten kostenlos verteilt würden, die
meisten davon in Supermärkten. Kürzlich startete die Stadtverwaltung in São
Paulo die Aktion "Ich bin nicht aus Plastik", um die Verbraucher über die
Umweltschäden zu informieren, die durch Plastikverpackungen verursacht werden.
Plastiktüten brauchen ungefähr 200 Jahre, um sich in der Natur zu zersetzen.

Die Regionalregierung im Bundesstaat <em>Rio de Janeiro</em> [2] hat im Parlament einen
Gesetzentwurf eingebracht, der Supermärkten verbieten soll, Plastiktüten zu
verteilen. Stattdessen sollen biologisch abbaubare Beutel verwendet werden.
Umweltexperten betonen, dass Plastik durch eine Vielzahl umweltschonenderer
Stoffe ersetzt werden könne. So gebe es bereits Beutel auf der Basis von
Zuckerrohr-Fasern, die bereits nach drei Monaten abgebaut seien. Zwei große
Supermarkt-Ketten des Landes setzen bereits auf Papiertüten oder
wiederverwertbare Stoffbeutel. Der Branchenverband brasilianischer Supermärkte
wollte sich erst äußern, wenn das Gesetz verabschiedet ist.


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